Bradykardie / bradykarde Herzaktion

Die Bradykardie bezeichnet sehr allgemein die krankhafte Verlangsamung des Herzschlags. Dabei wird beim herzgesunden Menschen die Geschwindigkeit des Herzschlages durch den Sinusknoten gesteuert, der wie ein „körpereigener Herzschrittmacher“ wirkt. Üblicherweise fällt die Herzfrequenz nicht unter 40 Schläge pro Minute. Viele Betroffene berichten von Leistungsminderung sowie Ohnmachten. Vereinzelt ist die Implantation eines Herzschrittmachers erforderlich.

 

Krankhafte Ursachen für eine Bradykardie  können die Erkrankung des Sinusknoten sein; ferner die Blockierung der Erregungsleitung über die Herzvorhöfe (SA-Block), eine Erkrankung des AV-Knoten mit Blockierung zweiten bis dritten Grades (AV-Block), langsames Vorhofflimmern (Bradyarrhythmia absoluta), ein erhöhter Hirndruck sowie Medikamente, insb.  Betablocker, Clonidin, Verapamil, Diltiazem, Digitalis sein.) häufig ursächlich sein. Eine Bradykardie kann nur durch ein Ruhe-EKG diagnostiziert werden.