Haushaltsführungsschaden als Ausprägung von Schadensersatz

Schadensersatz in Form von Haushaltsführungsschaden bedeutet, dass Sie im Falle eines Gesundheitsschadens aufgrund von Behandlungsfehlern bzw. Unfall Anspruch auf den Ersatz derjenigen  Kosten haben,  die Ihnen entstehen, wenn Ihr Haushalt durch Dritte weitergeführt würde. D.h. immer dann, wenn Sie durch den Behandlungsfehler bzw. die  Verletzung körperlich so beeinträchtigt sind, dass Sie die in Ihrem Haushalt anfallenden Arbeiten ganz oder teilweise nicht mehr selbstständig erledigen können, sondern auf die Hilfe Dritter für die Erledigung der in Ihrem Haushalt anfallenden Arbeiten angewiesen sind.

 

Sonach  beinhaltet die Haushaltsführung alle Tätigkeiten, die Sie bisher – vor dem Behandlungsfehler oder Unfall – in Ihrem Haushalt alltäglich erledigt haben.  Mithin beispielsweise die Versorgung von Kinder und kranker Familien angehöriger, Gartenarbeit, Kochen, Putzen, Waschen, Bügeln und Einkaufen, die Versorgung von Tieren, Reparaturen, die Sie bisher selbst ausführten.

 

Den Ersatz des Haushaltsführungsschaden können wir auf zweierlei Arten geltend machen: entweder in Gestalt konkreter Zahlungen, die Sie an eine dritte Person leisten, oder fiktiv.

 

Letzteres dann, wenn Sie keine dritte, also fremde Person zur Führung Ihres Haushalts anstellen müssen, weil Personen aus Ihrem Privatbereich, Freunde oder Familienangehörige, nunmehr Ihren Haushalt für Sie führen, ohne dass Ihnen hierfür Kosten entstehen. In diesem Fall würde sodann geschätzt, welche Kosten für die Erledigung seitens  einer angestellten Haushaltshilfe, also einer fremdem-Haushaltshilfe angefallen wären, wenn  Ihnen nicht Ihre Familie oder Freunde  helfend bei der Haushaltsführung zur Seite gestanden hätten.