Schmerzensgeld

Schmerzensgeld dient in erster Linie dazu,  die vermögensrechtlichen Schäden des  durch den Behandlungsfehler geschädigten Patienten bzw. das Unfallopfer durch Zahlung eines Einmalbetrags oder einer Schmerzensgeldrente in Gestalt einer möglichst baldigen Abschlagszahlung zu ersetzen. Mithin sollen durch das Schmerzensgeld diejenigen körperlichen Beeinträchtigungen, die der Patient bzw. das Unfallopfer aufgrund des Behandlungsfehlers bzw. Unfalls bereits erfahren hat,  ausgeglichen werden. Ebenso sollen durch das Schmerzensgeld etwaige zu erwartende künftige körperliche Beeinträchtigungen des Patienten bzw. Unfallopfers, die auf den Behandlungsfehler zurückgeführt werden können, ausgeglichen werden. Mithin dient die Zahlung von Schmerzensgeld insbesondere dazu, dem durch den Behandlungsfehler geschädigten Patienten bzw. Unfallopfer seine neue Lebenssituation nach dem Behandlungsfehler bzw. Unfall zu erleichtern.

 

Wesentliches Kriterium bei der Bezifferung von Schmerzensgeld ist sonach die mit dem Behandlungsfehler einhergehende verlorene Lebensfreude und verlorene Lebensqualität des Patienten bzw. Unfallopfers.  Dies  auf der Grundlage der Heftigkeit und Dauer der seitens des Patienten bzw. Unfallopfers erlittenen Schmerzen.

 

Ferner aufgrund einer realistischen Prognose hinsichtlich derjenigen Beeinträchtigungen, mit denen der Patient bzw. das Unfallopfer aufgrund des Behandlungsfehlers in seinem weiteren Lebensalltag, privat wie beruflich,  zu rechnen hat.

 

Da jeder Mensch unterschiedlich ist und unterschiedliche persönliche Wege hat, mit den erlittenen körperlichen Beeinträchtigungen aufgrund des Behandlungsfehlers bzw. Unfalls zurecht zu kommen, ist auch die Bezifferung eines angemessenen Schmerzensgeldes in jedem Einzelfall persönlich und höchst individuell!