Verjährung von Ansprüchen aus Behandlungsfehlern

Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld aufgrund von Behandlungsfehlern verjähren frühestens am Ende des dritten auf die fehlerhafte Behandlung folgenden Jahres. In etlichen Fällen auch wesentlich später. Dies insbesondere dann, wenn Sie erst einige Zeit nach der fehlerhaften Behandlung feststellen können, dass ein Gesundheitsschaden seine Ursache in der seinerzeit fehlerhaften Behandlung hat.

 

Allgemein bedeutet die Verjährung eines Anspruchs, dass dieser Anspruch aufgrund Zeitablaufs nicht mehr geltend gemacht werden kann, sofern sich der Anspruchsgegner auf die Verjährung beruft.

 

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Verjährung befinden sich insbesondere in den §§ 195 ff BGB:

 

So bestimmt § 195 BGB, dass „die regelmäßige Verjährungsfrist“ drei Jahre beträgt. Dies ergänzt durch § 199 BGB, der den „Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist“ regelt. Demnach beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist, „soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem

    1. der Anspruch entstanden ist und
    2. der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste“ (§ 199 Abs. 1 BGB).